Derzeit gibt es keine Pflicht-Impfungen für Reisende aus Deutschland nach Kenia. Sie sollten aber Ihren Impfstatus für Diphterie, Polio und Tetanus überprüfen und gegebenenfalls auffrischen. Ratsam ist zudem eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B.
Auch eine Immunisierung gegen Gelbfieber ist für Kenia anzuraten, wird aber für Direktreisende aus Deutschland nicht vorgeschrieben. Wer aus einem Gelbfieber-Drittland einreist, muss eine mindestens zehn Tage alte Impfung im Impfpass nachweisen. Bitte führen Sie immer Ihren Impfpass mit sich, am besten mit einer gültigen Gelbfieberimpfung, da sich die Bestimmungen ggf. ändern können.
Bitte bedenken Sie bei Ihrer Reiseplanung, dass manche Impfungen (etwa Tollwut) erst nach mehrmaliger Gabe der Impfdosis wirksam sind und somit die Immunisierung eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen kann.
Alle weiteren empfohlenen Reiseimpfungen als die oben beschriebenen sind nicht zwingend notwendig. Das Risiko, an Cholera, Typhus und Meningokokken zu erkranken, ist insbesondere bei geführten Reisen durch Kenia nicht sehr hoch. Hier kommt man weniger intensiv mit der Lokalbevölkerung in Kontakt und hält sich größtenteils in touristischen Zentren und Safari-Lodges auf, wo man stets eine fest verschlossene Wasserflasche zum Zähneputzen dazu bekommt.
Auch eine Tollwutimpfung wird für Menschen, die in Kenia keinen direkten Kontakt zu Tieren (Mitarbeiter in Tierauffangstationen etwa), nicht unbedingt angeraten. Weder wird man vor Ort von wilden Affen verfolgt, noch gibt es Straßenhunde oder -Katzen, die durch die Straßen stromern.
Aufgrund des ganzjährig hohen Malaria-Risikos im ganzen Land kann es sinnvoll sein, eine Prophylaxe einzunehmen. Bitte besprechen Sie dies auf jeden Fall mit Ihrem Hausarzt vor der Abreise. Da auch eine Prophylaxe keinen vollständigen Schutz bietet, sollten Sie sich unbedingt zusätzlich durch lange und helle Kleidung sowie die Verwendung von Mückenschutzmitteln (Nobite mit DEET) absichern. Vor allem in der Dämmerung ist dies zwingend notwendig. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es für Sie sinnvoller ist, ein Prophylaxe-Medikament einzunehmen, oder ob Sie besser auf die Stand-by-Therapie setzen sollten.